R. Jauslin und die Schmähtexte
Ab anfangs April 2007 wurden durch einen fiktiven 'R. Jauslin' mit der Mailadresse r.jauslin@gmx.net. Mails an diverse Empfänger versandt. In den Mails wurden die Politik, die Vergangenheit sowie aktuelle Entscheide von RR Dr. Eymann kritisiert. Herr RR Eymann versuchte per Mail mit dem Absender der Mails in Kontakt zu treten und forderte diesen auf, sich bis am 18. April 2007 bei ihm zu melden, um ins persönliche Gespräch zu kommen. Da sich niemand bei Herrn Dr. Eymann gemeldet hat, stellte dieser am 25. April 2007 einen Strafantrag gegen Unbekannt, respektive den Versender des Mails mit der obgenannten Mailadresse.
Weil bald klar war, dass alle Angaben in den Blogs und Mails gefälscht waren, die Täterschaft mit regelmässigkeit Anonymisierungsdienste in Anspruch nahm oder offene Wireless Netzwerke missbraucht haben dürfte, konnte die Täterschaft über lange Zeit nicht eingegrenzt werden.
Auch der Name von Lehrer H. wurde in den Blogs schon bald erwähnt, weil dieser auf telebasel freimütig darüber gesprochen hatte, wie er von Dr. Christoph Eymann und dessen Mitarbeitern aus dem Basler Schuldienst gemobbt wurde. Als auf den beiden Blogs http://advocatus.twoday.net und http://advocatus.blog.ch Lehrer H. mit vollem Namen als Psychiatrie-Patient verleumdet wurde, erstattet dieser am 2. Mai 2008 ebenfalls eine Strafanzeige gegen Unbekannt.
Das war der Moment, wo der zuständige Ermittler Bruno Glauser tief in die Trickkiste griff. Er schickte dem Lehrer eine Vorladung bei der Staatsanwaltschaft als Auskunftsperson vorzusprechen. Nichts ahnend erschien der Lehrer in der Basler Staatsanwaltschaft und wurde von Bruno Glauser eine halbe Stunde lang als Auskunftsperson befragt.
Dann änderte Bruno Glauser plötzlich seinen Tonfall und behauptete, Lehrer H. habe diese Blogs selber geschrieben. Von einer Sekunde auf die andere mutierte Lehrer H. von der Auskunftsperson zum Beschuldigten. Dann wurde Lehrer H. in eine Zelle gesperrt, es wurde ihm der Hausschlüssel entwendet und eine Truppe der Basler Staatsanwaltschaft führte eine Hausdurchsuchung beim Lehrer durch.
Obwohl sich auf den drei entwendeten Computern von Lehrer H. keinerlei Hinweise auf die oben erwähnten Blogs finden liessen, wurde Herr RR Eymann noch am selben Tag durch SStA Dr. Beat Voser über den angeblich dringenden Tatverdacht informiert.
Mit dem Datum vom 16.12.2010 stellte Herr RR Dr. Eymann den Strafantrag konkret gegen den unschuldigen Lehrer.
Die Basler Staatsanwaltschaft wusste ganz genau, dass der Lehrer mit den oben erwähnten Blogs nicht das geringste zu tun hatte. Trotzdem liess sie RR Dr. Christoph Eymann im Glauben, Lehrer H. sei der ominöse R. Jauslin.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen